de Bouillon
Träger des Eloquenzordens zweiter Klasse
 

"Geht nicht!" gibt's nicht!
Beiträge: 1901
Geschlecht:
|
Ja, das ist bekannt. Wilhelm II. begann mehr oder weniger kurz nach seiner Thronbesteigung damit, die alte Feldzeichen, von denen in vielen Fällen nur ein paar Seidenfetzen und ausgebleichte Denkmünzbänder an den Stangen herunterhingen, gegen Fahnen neueren Musters auszutauschen. Vor 1888 waren die Infanteriefahnen wie im 18. Jhd. aus dünnem Seidentaft, auf dem die Ornamentik mit Ölfarbe aufgemalt war. Bei den Kavalleriestandarten war das z.T. anders, dort wurden die Silbertickereien auf eine neue Seidendamastunterlage aufgebracht, wenn sie noch gut bis sehr gut erhalten waren. So haben u.U. Fahnenteile aus der Zeit des Soldatenkönigs noch bis zu ihrer Herauslösung aus dem Feld 1915 bzw. bis zum Zusammenbruch der Monarchie 1918 ihren Dienst versehen. Unten übrigens das Fahnenmuster, das unter dem Prinzregenten Luitpold an Truppen verliehen wurde. Deutlicher Unterschied zu den vorher ausgegebenen Mustern ist die Krone statt des "L" oder "M" in den Eckmedaillons
|