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Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon" (Gelesen: 5304 mal)
Valmont68
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Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
08.01.2007 um 09:13:19
 
Bei Schoeningh ist gerade eine Biographie Rüchels erschienen, des preußischen Heerführers in der Schlacht bei Jena am 14. Oktober 1806 (Olaf Jessen, "Preußens Napoleon?" Ernst von Rüchel. 1754-1823. Krieg im Lichte der Vernunft, Paderborn 2006). Sehr lesenswert, finde ich! Auszug:
 
Die Familie stammt aus Pommern. Drei ältere Halbbrüder sterben in den Schlachten des Siebenjährigen Krieges. Der Vater, ein versehrter Major im Ruhestand, besitzt außer einigen Landhufen nur seinen altpreußischen Adel. Die Mutter kann sich immerhin rühmen, dass es der Sohn ihres ersten Gatten bis zum Außenminister gebracht hat: Ewald Friedrich Graf von Hertzberg nennt Rüchel scherzhaft seinen „Bruder“. Der Junge, von den Eltern ursprünglich für ein Theologiestudium bestimmt, kommt in das Berliner Kadettenkorps und wechselt 1771 als Fahnenjunker in ein Infanterieregiment nach Stendal. Dort fällt er General Friedrich von Saldern auf, dem einflussreichsten Verfechter „methodischer“ Kriegführung. Dank Salderns Empfehlung beruft Friedrich der Große den Siebenundzwanzigjährigen in seine engste Umgebung nach Sanssouci und erteilt ihm Unterricht in Strategie und Taktik. Als Rüchel dem König 1782 gegenübertritt, ist Friedrich eine europäische Berühmtheit; kein Wunder, dass der Monarch den jungen Mann in seinen Bann schlägt, zumal er ihn gegenüber anderen Offizieren bevorzugt: „Friedrich der Große behandelte mich wie einen Sohn “. Als Friedrich stirbt, reüssiert der „Johannes “ des Königs im Glanz der friderizianischen Legende. Rüchel reformiert das Militärbildungswesen sowie die Invaliden- und Offizierswitwenversorgung. Im Krieg gegen die Französische Revolution außer der Tour zum Generalleutnant befördert, gewinnt er unter Friedrich Wilhelm III. großen innen- wie außenpolitischen Einfluss, leitet mit der Militärischen Gesellschaft eine Vereinigung gelehrter Offiziere, der auch Scharnhorst, Boyen und Clausewitz angehören, trägt Verantwortung für sämtliche Militärerziehungsanstalten, kommandiert in Potsdam alljährlich die Großmanöver und sortiert als Gardeinspekteur das „Schaufenster“ des Heeres. Rüchel will die Kantonpflicht auf Großstädte ausweiten, plant als erster Offizier seit Ende des Siebenjährigen Krieges eine Landmiliz und verfasst grundlegende Weisungen für die „Immediat-Militär-Organisations-Kommission“, die über die Zukunft der Armee bestimmt. Seine ersten beiden Vorhaben scheitern am Widerstand ziviler Behörden. „Die preußische Militär Verfassung und Staats Wirthschaft“, so Rüchel, „ist ein ehrwürdiges Original, rührt man ein Glied an, so erhält die ganze lange Kette ... einen Schlag “. Er entwirft Instruktionen für eine Finanzreformkommission, die innenpolitisch wichtige Weichen stellt. Eher beiläufig gutachtet er, selbst Mitglied der Großen Landesloge, im Sinne eines Protektoriums für die Loge Royale York zur Freundschaft. Am Ende steht ein Edikt, dass die Beziehung des Staates zur Freimaurerei regelt. Rüchels besonderes Augenmerk gilt dem Offiziersnachwuchs. Er fördert Müffling, Knesebeck, Gneisenau und Yorck, kann aber Heinrich v. Kleist nicht davon abhalten, den Dienst zu quittieren - ein wahrhaft glücklicher Fehlschlag.  
Im Frühjahr 1806 stößt er zu den Falken um Prinz Louis Ferdinand, zieht als zweitjüngster preußischer Heerführer gegen Napoleon ins Feld und spielt in der Schlacht bei Jena eine entscheidende Rolle. Rüchel erreicht den Fürsten Hohenlohe, dessen Truppen bei Vierzehnheiligen verbluten, nicht mehr rechtzeitig. So schlägt Napoleon erst das Heer des Fürsten und danach auch die Verbände Rüchels. Der König verliert seine Bataille; Rüchels Einfluss erreicht seinen Zenit: Während sich die Reste des geschlagenen Heeres östlich der Weichsel abermals zum Kampf stellen, sehen manche im neuen Generalgouverneur der Provinz Preußen nun gar den eigentlichen Souverän . In Königsberg leitet Rüchel die Hartungsche Zeitung und entlässt Johann Gottlieb Fichte, ihren bisherigen Zensor. Er unterstützt das Marwitzsche Freikorps, in dem auch Bürgerliche Offizier werden können, entwirft Pläne für einen Volksaufstand und schlägt sich im Kampf gegen die Kabinettsregierung auf die Seite von Stein und Hardenberg.  
Ende 1806 wird er zum Kriegsminister ernannt. Doch während der Friedensverhandlungen in Tilsit besteht Napoleon auf Rüchels Entlassung. Als „Amtmann Wilde“, gesucht mit kaiserlichem Haftbefehl, treffen wir ihn 1809 im Prager Exil des Kurfürsten von Hessen-Kassel. Dort bittet Rüchel vergeblich um finanzielle Unterstützung für einen Volksaufstand. Er verschweigt Friedrich Wilhelm III. die Pläne Ferdinand von Schills, des Verlobten seiner Tochter, der an der Spitze des „Brandenburgischen Husarenregiments“ aufbricht, um auch ohne Billigung des Königs eine Erhebung anzuzetteln. Das Wagnis schlägt fehl; Schill stirbt bei Straßenkämpfen in Stralsund. Doch vier Jahre später, als alle rufen, kommt der König endlich auch. In den dramatischen Wochen des Frühjahrs 1813, die dem Ausbruch der „Freiheitskriege“ vorangehen, folgt Rüchel dem preußischen Hof nach Breslau, bittet vergeblich um ein Kommando und kehrt enttäuscht nach Pommern auf sein Gut Haseleu zurück. Rüchels Leben endet in Verbitterung. Als Napoleon gestürzt ist, müht er sich auf Wunsch seines Duzfreundes Blücher schwerkrank nach Berlin, um hinter einem Fenster des Kronprinzenpalais die Siegesparade der aus Frankreich heimgekehrten Truppen zu verfolgen. Er hinterlässt den Eindruck eines lebenden Fossils. Philippine, seiner Frau, vererbt Rüchel die schlichte Reiseuhr, die ihm Friedrich einst geschenkt hat. Sie ist, seltsam genug, noch heute im Besitz der Nachfahren. Alljährlich setzt ein Uhrmacher die alte Mechanik für kurze Zeit wieder in Bewegung: am 24. Januar, dem Geburtstag Friedrichs des Großen.
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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #1 - 08.01.2007 um 13:02:45
 
Steht in der Biographie, weswegen er 1813 kein Kommando mehr erhielt ?
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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #2 - 08.01.2007 um 21:22:39
 
Eine Kurzbiographie Ernst von Rüchels findet sich vom selben Autor in
 
DAMALS 12/2006 S. 68ff.
 
Vermutlich ist Rüchel bei Friedrich Wilhelm III. in Ungnade gefallen, da er die Absichten Schills 1809 kannte und gegenüber dem König verschiweg. Aber dies ist nur eine Vermutung.
 
Beste Grüße
Micha
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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #3 - 08.01.2007 um 23:24:39
 
Nach Priesdorff, No. 878, erhielt Rüchel den von ihm selbst am 7. Juli 1807 aus gesundheitlichen Gründen erbetenen Abschied am 11. Juli 1807. Der Brief des Königs ist dort abgedruckt. Der Frieden von Tilsit war am 9. Juli von Preußen unterzeichnet worden.
 
Vom Einfluß Napoleons ist da nichts zu finden. Wäre interessant zu erfahren, welche Quellen der Autor der Biographie hierfür nennt.
 
Leider geht Priesdorff auf Rüchels Leben nach 1807 nur am Rande ein, lediglich ein herzlicher Brief Königin Luises vom Januar 1810 ist noch abgedruckt.
 
Daß Rüchel jemals Kriegsminister gewesen sei, wird bei Priesdorff nicht erwähnt. Das Ende 1808 geschaffene Kriegs-Departement wurde auch bereits bisweilen Kriegs-Ministerium genannt.  
 
Der Vorgänger dieser Behörde war das Ober-Kriegs-Kollegium, der Chef des 1. Departements dieses Ober-Kriegs-Kollegiums wurde seit 1790 auch schon Kriegsminster genannt (Willisen/Scherbening, Bd. 1 S. 325, 327 Anm. **).
 
Nach der Rangliste von 1806 (2. Auflage 1823, S. 363) war General-Major von Dietherdt der Kriegsminister (seit 27. Oktober 1804), doch er starb am 26. März 1807 in Königsberg. Ob ein Nachfolger ernannt wurde, vielleicht ja Rüchel, habe ich leider nicht herausfinden können. Weiß jemand mehr ?
 
Aus dem Bredow-Wedel zum Kriegsministerium:
 
http://www.grosser-generalstab.de/regiment/bredow/bw006.html
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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #4 - 09.01.2007 um 21:07:16
 
Wenn ich recht sehe, erhielt Rüchel 1813 aus mehreren Gründen kein Kommando mehr. Erstens, weil sich Friedrich Wilhelm III. seinem alten militärischen "Lehrmeister", der gelegentlich cholerisch reagieren konnte, nicht noch einmal "unterwerfen wollte; zweitens, weil der König den Eindruck hatte, Rüchel passe als "Johannes Friedrichs des Großen" nicht mehr in das reformierte Heer; drittens, weil Rüchels Schutzgeist bei Hofe, Königin Luise, 1813 schon verstorben war; viertens, weil Rüchel durch seine Nähe zu Schill bei Hofe nicht mehr wohlgelitten war; fünftens, weil der König einem früheren Heerführer wie Rüchel nicht das Kommando über nur eine Landwehreinheit (wie von Rüchel fast verzweifelt gefordert) übergeben mochte.
 
Kriegsminister war Rüchel offenbar nur für wenige Wochen 1807 in Königsberg im "Kabinett Stein", das dann aber an der Weigerung Steins, mit Beyme zusammenzuarbeiten, schnell scheiterte.
 
Dass Napoleon 1807 während der Friedensverhandlungen auf eine Entlassung Hardenbergs und Rüchels drängte, ist durch Briefe Kalkreuths, des preußischen Verhandlungsführers in Tilsit, belegt. 1809 befahl Napoleon sogar, Rüchel verhaften zu lassen - Marschall Soult, im Aufbruch in Richtung Spanien begriffen, hat diesen Haftbefehl nicht mehr ausführen können.
 
Übrigens schildert die Biographie sehr ausführlich das letzte Teilgefecht der Schlacht bei Jena nahe Kapellendorf - in dieser Form habe ich das bisher noch nicht gelesen.
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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #5 - 07.02.2007 um 12:03:22
 
Hab das Buch jetzt in Händen, auf den ersten Blick sehr beeindruckend, der Autor hat mehrere Jahre für seine Recherchen aufgewandt und unter anderem auch Akten aus zahlreichen Archiven benutzt.
 
Rüchel wurde tatsächlich Kriegsminister. durch eine AKO des Königs vom 19. Dezember 1806 (abgedruckt bei Georg Winter, Reorganisation, Teil 1, Band 1, Leipzig 1931, S. 100 ff.), in der die Bildung eines "provisorischen Konseils" (Staatsrats) verfügt wurde. Hieraus wurde aber nichts, da der designierte Minister des Inneren und der Finanzen Freiherr vom Stein grundsätzliche Kritik an der Organisations der höchsten Entscheidungsgremien äußerte und in Ungnade fiel.
 
Rüchel führte die Geschäfte des Kriegsministers bis Anfang Januar, als der Hof nach Memel umzog, und bat dann um seine Entlassung aus dem Ministeramt, da er als Generalgouverneur von Ostpreußen in Königsberg bleiben mußte (Jessen, S. 301).  
 
In ein paar Wochen, wenn ich das Buch durchgelesen habe, werde ich auf Epoche Napoleon eine Rezension veröffentlichen.
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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #6 - 07.02.2007 um 12:19:42
 
Der Haftbefehl für Rüchel an Soult 1809 ist ein Übersetzungsfehler.
 
Jessen gibt (S. 428, Anm. 22) lobenswerterweise den Originaltext der Anweisung nach Granier wieder:
 
Zitat:
Pour peu que vous ayez des soupçons sur le général Rüchel, faitesle arrêter ...

 
und übersetzt das mit (S. 330): Soult möge
 
Zitat:
auf General Rüchel ein Auge werfen. Lassen Sie Ihn festnehmen ...

 
Richtiger wäre:  
 
Zitat:
Wenn Sie den geringsten Verdacht in bezug auf den General Rüchel hegen, lassen Sie ihn festnehmen ...

 
Aber das ist nur eine unwichtige Nuance.
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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #7 - 01.05.2007 um 15:12:18
 
Auf den Seiten von "Epoche Napoleon" steht jetzt meine Kritik:
 
http://www.epoche-napoleon.net/1270.html
 
Das Lesevergnügen wird zwar durch zahlreiche Kleinigkeiten etwas getrübt, ingesamt ist es aber für den Anfänger eine ganz gute, flüssig geschriebene erste Einführung in Politik und Militärgeschichte Preußens vor 1806.
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Joerg
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LIR

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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #8 - 02.05.2007 um 09:49:47
 
Dankesehr!
 
Nun bin ich immerhin hinsichtlich der Etymologie des "Hundsfottes" im Bilde! Zwinkernd
 
Jörg
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Stoppok: Gewalt ist keine Lösung, wenn man nur drüber redet.
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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #9 - 26.06.2007 um 20:46:05
 
Hier eine eher positive Rezension des Buches, Michael hat mich gerade drauf aufmerksam gemacht:
 
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=8408
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Grenadiermuetze
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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #10 - 29.06.2007 um 09:56:53
 
Wird in dem Buch auch der Reinhard zitiert? Wenn nein, kann ich das gerne Scannen und rumschicken, denn im C. v. Reinhard: Die Geschichte des Ersten Garderegiments zu Fuß und seiner Vorgängertruppen 1740-1857 werden Rüchel mehrere Seiten mit einer Kurzbiographie eingeräumt. Rüchel war ja auch mal in der Garde vor 1806 und als Gouverneur von Ostpreußen wiederum unmittelbar am Aufbau der neuen Garde zu Fuß beteiligt.
 
Gruß,
 
Gernot.
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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #11 - 29.06.2007 um 10:32:27
 
Eine sehr schöne Kurzbiographie findet sich hier:
 
http://mdz.bib-bvb.de/digbib/lexika/adb/images/adb029/@ebt-link?target=idmatch(e ntityref,adb0290436)
 
Jessens Buch erzählt halt Rüchels Leben auf eigene Art nach, mit dem Schwerpunkt eher auf den allgemeinen militärisch-politischen Entwicklungen statt auf Rüchels Leben und Charakter. Die Berichte und Aussagen von Zeitgenossen Rüchels über ihn werden meistens nur selektiv und in Paraphrase wiedergegeben.
 
Der Reinhard ist mit unter der benutzten Literatur aufgeführt, wird aber naturgemäß nicht ausführlich zitiert.
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mathias
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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #12 - 29.06.2007 um 11:02:01
 
Hallo Sans-Souci,
findet sich in der Biographie etwas konkretes zu Jena und Auerstedt , hier besonders der letzte Angriff von Rüchel ?  
Wie immer suche ich nach Hinweisen für Reg. N°9 während und in der Schlacht bis zur Kapitulation von Erfurt ?
 
Mfg
Mathias  
 
P.S. N°9 stand im Korps Rüchel
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„ Die Westfälinger sind etwas grob schlagen aber dreimal auf die gleiche Stelle und setzen den vierten noch nach „.

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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #13 - 29.06.2007 um 12:27:54
 
Die Primärquellen, die Jessen für Rüchels Angriff in der Schlacht bei Jena verwendet, sind die üblichen: originale Gefechtsberichte in "1806. Das preußische Offizierkorps..." (Berlin 1906) und Jany: Gefechtsausbildung, dann Massenbach. Dazu aber noch eine "Anm. Brixens in Rüchels Gefechtsbericht", die sich auf S. 45 in Wilhelm Dorow: "Krieg, Literatur und Theater." (Leipzig 1845) findet.
 
Der beste Bericht, den ich kenne, um die psychologischen Gründe für das Scheitern der Truppen Rüchels nachvollziehen zu können, findet sich in dem ebenfalls von Jessen verwendeten "Kriegerleben des Johann von Borcke", 1888 von Stansilaus v. Leszczinsky herasugegeben. Borcke war Adjutant im Regiment Alt-Larisch.
 
Speziell über das Infanterie-Regiment v. Schenck steht in den genannten Werken aber nichts drin.
 
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Re: Ernst von Rüchel - "Preußens Napoleon"
Antworten #14 - 16.10.2009 um 09:25:51
 
Aus aktuellem Anlaß offeriere ich jedem, der mir falsche Tatsachenbehauptungen in meiner "Kritik" an Olaf Jessens Rüchel-Biographie aufzeigen kann, zum Dank eine Flasche Wein für jeden einzelnen Fehler, den ich korrigieren muß.
 
Der Link zu meiner "Kritiik" hat sich geändert, sie findet sich jetzt hier:
 
http://www.epoche-napoleon.net/rezension/buch/jessen-olaf-preussens-napoleon.htm l
 
Oli,
der seinen Wein aber wohl behalten wird ...
 
 
PS. Hier noch eine weitere Rezension des Buchs:
 
http://www.sehepunkte.de/2008/09/11450.html
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