Zitat von STS am 30.05.2009 um 13:43:31:Bin mir sicher, dass es Stahlblech war... denn man spricht häufig von Eisen obwohl Stahl gemeint ist. Ein Eisen mit einen Kohlenstoffgehalt von 0,002% bezeichnet man schon als Stahl. Es ist also wesentlich schwieriger reines Eisenblech herzustellen als Stahl.
Einzige mir bekannte Anwendung von Eisenblech ist im Trafobau, da besteht der Eisenkern aus dünnen EISENBLECHEN. Unser Werstoffkunde Professor im Maschinenbaustudium hat sich furchtbar aufgeregt wenn wir von Eisenblech gesprochen haben.
Definition nach Wikipedia:
>Als Stahl werden metallische Legierungen bezeichnet, deren Hauptbestandteil Eisen ist und deren Kohlenstoffgehalt zwischen 0,002 % und 2,06 % liegt.<
>Nach der klassischen Definition ist Stahl eine Eisen-Kohlenstoff-Legierung, die weniger als 2,06 % (Masse) Kohlenstoff enthält. Dieser Definition folgt auch die DIN EN 10020, nach der Stähle Werkstoffe, deren Massenanteil an Eisen größer ist als der jedes anderen Elements, dessen Kohlenstoffgehalt im allgemeinen kleiner als 2 Gew.-% C sind. Chemisch betrachtet handelt es sich bei dem Werkstoff Stahl um eine Legierung aus Eisen und Eisencarbid. Die einfachste Definition ist aber wohl folgende: Jedes Eisen, welches ohne Zugabe anderer Stoffe schmiedbar ist, kann man als Stahl bezeichnen.<
Jetzt haben wir es!!! Laut dem Buch "Elemente der Waffenlehre" von W. Hoffmann, Berlin 1860, Seite 17, bezeichnete man damals als "Stahl" eine Eisen-Kohlenstoffverbindung mit 0,3-2% Kohlenstoff. Also alles unter 0,3% C wäre damals "Eisen". Aber nach heutiger Definition jedoch Stahl (da 0,002 - 2,06% C-Anteile = Stahl), wenn man berücksichtigt, dass man in der Zeit durch den Herstellungsprozeß kein Eisen/Stahl unter 0,002% C herstellen konnte!
Also verwenden wir nun historisch korrekt nach heutiger Definition ein Stück STAHLBLECH mit einem C-Gehalt von kleiner 0,3%
Stephan