so, nach doch nun schon einigen vertrichenen wochen der ruhe nach dem spektakel waterloo melde ich mich nun ebenfalls kurz zu wort.
ich denke über die schlachten in plancenoit sowie am sonntag selbige am butte du lion wurde sich schon viel ausgelassen und dem kann man in aller form nur zustimmen.
dershalb möchte ich noch kurz für die, die es verpasst haben am marsch teilzunehmen, einen kleinen abriss geben.
am donnerstag früh wurden wir durch einen kameraden von mir von der belgischen luftwaffe aus dem nato-hauptquartier in mons mit einem bus zum marschausgangspunkt in sombreffe-ligny verbracht. nach dem das fuhrwerk beladen war und wir uns alle noch zu einem gemeinschaftsbild zusammen fanden, ging es endlich los, das, auf dass unsereins seit 5 jahren wieder warten musste. die westpfählische landwehr mit weiterer preußischer linien unterstützung, wir als 1. Regiment kgl sächs. leichte sowie die bravo-kompanie des 2.leichten, so begann das abenteuer "marsch - ligny - waterloo". nach dem verlassen des ortes sombreffe stellten wir fest, dass unsere preußischen brüder doch durch ihre landwehr gesinnung zu einer langsameren schrittfolge neigten als wir von der leichten. so übernahmen wir noch zu nächst die vorhut. nach der ersten rast, beriet man sich und einigte sich, dass beide gruppen nachfolgend marschieren. dies gelang auch sehr gut und so konnte trotz gleicher route jede einheit ihr eigenes tempo laufen.
am ersten übernachtungsabend zogen wir in eine ferme ein. die preußen biwakierten innerhalb der mauern, wir sachsen zogen uns auf eine wiese vor dem gehöft. am selbigen abend verlegte unser fourier noch in einer logistischen meisterleistung das österreichische kontigent colloredo zum übenachtungspunkt. super gemacht doc! erschöpft von dem marsch legten wir uns zur ruhe, nach dem das 2.reg. kgl.sächs.leichte inf von der a-kompanie des selbigen zurück ins biwak geholt wurde um sich die örtlichen museen an zusehen.
die erste nacht im freien gestaltete sich nur mit einer decke und dem mantel bekleidet als sch**** kalt. der wind war echt mist. naja, nach einem leckeren frühstück begann der nächste marsch tag. die 1.leichte als vorhut, gefolgt von der kompanie colloredo. der 2. tag war von der berg und tal strecke her der anspruchsvollste. aber auch diesen meisterten wir mit bravour. am abend gelangten wir dann auf das gartengrundstück und bezogen unter jungen apfelbäumen unser nachtlager.
am 3. marschtag ging es nun endlich in richtung plancenoit. mit zügigem tempo erreichten wir dann gegen mittag das dörfchen plancenoit und hatten verdammtes glück, wir konnten noch vor dem starken niederschlag in die gastronomie einrücken und warteten auf die restlichen truppen der brigade.
nach der zuteilung unseres bataillons in die angriffskolonne der brigade ging es dann in die schlacht, in welcher wir uns auf dem rechten flügel gegen mehrfach anstürmende franzosen behaupten konnten. das 2. gefecht auf der wiese war auch nicht von schlechten eltern und machte trotz der müdigkeit vom marsch einen riesen spass. salve auf salve folgte und mit dem siegreichen gewissen konnten wir uns am abend zur letzten ruhe vor der schlacht betten.
den sonntag haben ja schon viele beschrieben.
alles in allem, war es echt der hammer, der marsch war für mich das absolute highlight an der campagne waterloo.
und jetzt wieder 5 jahre warten

.....
mit kameradschaftlichem gruß.
Thor, Corporal, 1.leichte.