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Historisches Schießen (Gelesen: 16955 mal)
Jaegerleutnant
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Re: Historisches Schießen
Antworten #15 - 10.06.2011 um 08:16:26
 
Der Versuch, in voller Ausrüstung auf einem "offenen" (d.h. "feldmäßig", einfach aus Balken bestehenden) Schießstand das Gewehr vollständig zu laden und abzufeuern, war schon aus Sicherheitsgründen zum Scheitern verurteilt.
Schon die Handhabung des Vorderladers in "ziviler" Aufmachung erforderte Maßnahmen - so wurde verlangt, dass wir den Trageriemen abnahmen, um Unfälle beim Hängenbleiben etc gleich auszuschließen. Klar, dass umgehängter Ranzen nebst Feldflasche genauso ausgeschlossen waren wie Patronentasche. Aber das hatten wir ja schließlich oft genug in verschiedenen Situationen und mit "Blindladungen" probiert.
Meine Frage geht an andere Gruppen, wie sie das gehandhabt haben - es wird doch nicht nur in Tirol ein Scharfschießen in voller Montur und zusätzlich noch für Gäste gegeben haben?
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Jaegerleutnant
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Nec aspera  terrent!

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Re: Historisches Schießen
Antworten #16 - 10.06.2011 um 08:20:43
 
@WolfZ: Danke für die Korrektur. Waffen wurden in Zella seit dem 16. Jahrhundert hergestellt. Seit 1919 heißt der Ort offiziell Zella-Mehlis. Mehr über die Geschichte und die Beschussanstalt findet man unter http://www.beschussanstalt.zella-mehlis.de.
 
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WolfZ
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Re: Historisches Schießen
Antworten #17 - 10.06.2011 um 08:46:49
 
Das weiss ich aber das beantwortet nicht meine Fragen.
 
1.Woher hast du, das Tȟatȟáŋka Íyotake (sich setzender Büffel /Sitting Bull) eine Tradegun führte?  
2. Wer fertigte die von dir angesprochenen Jägerbüchsen?
 
Gruß Wolf
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Jaegerleutnant
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Nec aspera  terrent!

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Re: Historisches Schießen
Antworten #18 - 10.06.2011 um 09:48:26
 
Ist zwar nicht das Thema, aber: Sitting Bulls Trade Gun als Replika angefügt, Winchester ist bekannt, ebenso ein Revolver
Zur Büchsenherstellung: Quelle Landesmuseum, Burgplatz 1, 38110 BS, Inv.Nr. VIM 1224
Thema für mich durch.
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WolfZ
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Re: Historisches Schießen
Antworten #19 - 10.06.2011 um 10:21:34
 
Also keine Antworten.
Ein Bild einer angeblichen Replika ist ja wohl keine Quelle.
Und der Hinweis zum Braunschweiger Landesmuseum als Antwort auf eine Frage nach  Jägerwaffen aus  
Zella oder Mehlis ergibt auch keine Befriedigung.
 
PS: "Ist zwar nicht das Thema".... DU hast diese Behauptungen hier aufgestellt, ich habe lediglich nachgefragt woher diese  stammen.
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Jaegerleutnant
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Nec aspera  terrent!

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Re: Historisches Schießen
Antworten #20 - 10.06.2011 um 10:39:15
 
Ich füge folgendes Zitat an:
"Die preußische alte Jägerkorps-Büchse 1796-1810.  
Die in den Schlesischen Kriegen und im Siebenjährigen Krieg in Verlust geratenen Büchsen wurden nicht, wie zu erwarten wäre, durch Lieferungen aus der Gewehrfabrik Potsdam-Spandau ergänzt, sondern der Ersatz musste aus dem Ausland beschafft werden; als Lieferanten kommen hierbei die Büchsenmacher aus Suhl, Zella und Essen, aber auch Lüttich und Amsterdam in Frage . Die von dort, sicherlich aber auch von manchem privaten Büchsenmacher gelieferten Waffen entsprachen weitgehend den in die Truppe mitgebrachten, jagdlichen Büchsen, wenngleich deren oft üppige Ornamentik militärischer Nüchternheit zum Opfer fiel."
Quelle:
http://www.waffensammler-kuratorium.de/prjb1796/prjb1796ge.html
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WolfZ
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Re: Historisches Schießen
Antworten #21 - 10.06.2011 um 10:49:00
 
Wenn ich das richtig lese behandelt dieser Text die preußische alte Jägerkorps-Büchse 1796-1810 .
ohne Quellenangaben. Das bringt zwar einen Hinweis auf eine eventuelle Herstellung in Zella aber auch keine erschöpfende Auskunft, wer die da hergestellt haben könnte. Gerade Zella stelle ich da in Frage, weil, soweit meine Kenntnis, dort erst 1898 die Firma Schilling gegründet wurde, die Waffen herstellte.
Aber der "Artikel" befasst sich eh mit dem Zeitraum nach 1790.
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Jaegerleutnant
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Nec aspera  terrent!

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Re: Historisches Schießen
Antworten #22 - 10.06.2011 um 11:03:18
 
Einer der ganz frühen Jagdbüchsenhersteller ist, laut Gravur auf dem Lauf: "I. (J.) Moritz, Zella"
Soweit mir bekannt, fertigten sie bereits 1624 Jagdbüchsen.
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de Bouillon
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Historisches Schießen
Antworten #23 - 10.06.2011 um 11:11:35
 
Aus "Heere der Vergangenheit - Die altpreußischen Schußwaffen und ihre Beiwaffen 1713 - 1823". J. Olmes, Krefeld 1973
 
"...1810 gelang die die sog. neue Korpsjägerbüchse (auch "Potsdamer Büchse" genannt) zur Einführung. Mangels Material rüstete man aber zunächste die Jäger sowie das schlesische Schützenbataillon teilweise mit den alten Schützengewehren M/87 aus, da die neuen Fabriken Neiße (1809), Suhl, und Saarn (1815) und die ältere in Potsdam-Spandau nur geringe Stückzahlen fertigten...
 
Signierung auf dem Schloßblech: Potsdam GS., Neiße, Saarn oder Danzig...
"
 
Ansonsten befindet sich in der o.g. Blättersammlung noch die Beschreibung des
Scharfschützengewehr 1787, allerdings gibt der Begleittext leider nichts über den Fertigungsort
her.

 
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Und ob ich schon wandele im finsteren Tal, so fürchte ich doch kein Unheil, denn ich bin der finsterste Typ, in diesem Tal...
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WolfZ
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Re: Historisches Schießen
Antworten #24 - 10.06.2011 um 11:15:20
 
Meinst du die Vogel-Pirschbüchse des Caspar Clarenbach
aus Steinschloss-Jägerbüchsen - Kunstwerke der Büchsenmacher aus dem 18. Jahrhundert von Erhard Wolf ?
Da ist das Schloß von Johann Moritz aus Zella und so signiert.
Die Büchse ist allerdings so um 1700 angesiedelt und nur das Schloss von Moritz.
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Re: Historisches Schießen
Antworten #25 - 07.05.2013 um 17:49:51
 
Zitat von Jaegerleutnant am 08.06.2011 um 14:54:04:
Auch auf den Abbildungen findet man die Vorrichtung. Auch auf die Gefahr, völlig falsch zu vermuten: Ich nehme mal an, da befanden sich die Schusspflaster im Vorratspack drin - zusammen vielleicht mit ein oder zwei Ersatzkugeln? Stille Reserve, sozusagen?

 
Nein, das Kasten mit schub-deckel dient zum Transport einen Pulvermass, Wischer und Kugerlzieher.  Momentan finde ich kein foto einer Original - sonst gebe ich ein Bild meiner Nachbau - die noch nicht fertig ist. [img][/img]
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Re: Historisches Schießen
Antworten #26 - 07.05.2013 um 17:59:32
 
Ich hab' eine Bild endlich endeckt...    
 
Ich habe Kugeln mit dunnes Leder angeklebt - im Patierpatronen gerollt.  Na, ich kann dieser sprache nicht so gut sprechen -  hoffentlich koennen Sie alles verstehen!
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WilliamFawcett
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Re: Historisches Schießen
Antworten #27 - 28.04.2017 um 20:41:21
 
Hallo zusammen,
 
zum historischen Schießen (Training) hab ich hier was, was einen "Jäger" /Vereinsvorderladerschützen interessieren könnte...
 
"Der Stand muß 100 Schritt haben. Da aber die Leute von Jahr zu Jahr beßer schießen lernen, so konnen sie nunmehro das Auflegen beym Schießen gäntzlich entbehren und anstatt deßen nur am Pfahl anlegen und mit der Hand die Büchse halten, in der nehmlichen Stellung, wie man auß freyer Hand schießet.
[…]
Die Scheiben, wonach geschoßen wird, sollen 18. Zoll haben und in 16 Zirckel abgetheilet werden wovon einer so weit ist als der andre. 10 Zirckel bleiben weiß, 5 Zirckel liegen im Schwartzen und der 16. Zirckel ist das Zentrum und bleibet auch weiß.
 
St. Thomas, den 21. May 1781
 
aus:
Gräf. H. und Haunert, L.: Unter Canadiensern, Irokesen und Rebellen. Das Tagebuch des Hessen-Hanauer Jägers Philipp Jakom Hildebrandt aus den Jahren 1777-1781,  Hanau Marburg 2011, S. 143.
 
Würd mich über Erfahrungsberichte freuen... Lächelnd
 
 
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